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Küstennahe Commons in Chile: Kompetente Menschen, starke Institutionen, reiche Natur
2012 (German)In: Commons: Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat / [ed] Silke Helfrich and the Heinrich Boell Foundation, Bielefeld: Verlag , 2012, 1-528 p.Chapter in book (Refereed)
Abstract [de]

Als mit der Einführung der neoliberalen Wirtschaftspolitik in Chile Mitte der 1970er-Jahre die Ausfuhren der chilenischen Meeresschnecke Loco – der auf dem Markt begehrtesten Art – stark anstiegen, waren die Fischer rasch Teil des globalen Marktes geworden. Die »Anlandungen« bzw. Fangmengen der Loco (concholepas concholepas) erreichten rasch Rekordmengen, nur um bald darauf wieder stark einzubrechen – ein Zeichen für die exzessive Ausbeutung der Vorkommen. Daraufhin erließ der Staat Anfang der 1980er-Jahre eine Reihe von Schutzmaßnahmen – saisonale Sperrungen von Fanggebieten, nationale Fangquoten und Fangverbote –, die die Fischer wirtschaftlich schwer trafen. Zehn Jahre später, 1991, wurde schließlich ein neues Fischereigesetz erlassen, mit dem ein System »gebietsbezogener Nutzungsrechte in der Fischerei« (Territorial Use Rights in Fisheries, kurz: TURFs) eingeführt wurde. Die auf sogenannte »Bewirtschaftungszonen« aufgeteilten chilenischen TURFs sind in ein Verwaltungssystem eingebettet, in dem staatliche Regulationen und die von den Fischern selbst festgelegten Regeln zusammenkommen. Durch TURF können die Fischer ausschließliche, nicht übertragbare und erneuerbare Zugangs- und Nutzungsrechte zu bestimmten benthalen (meeresbodennahen) Ressourcen innerhalb des zugewiesenen Areals erhalten. Die Rechte werden ausschließlich an Fischervereinigungen vergeben. Mit einer Größe von 250 bis 600 Hektar liegen die Bewirtschaftungszonen in den für die Fischer reservierten ertragreichsten Fischgründen innerhalb der fünf Seemeilen breiten Küstenzone. Seit 1997 hat die Zahl der TURFs entlang der chilenischen Küste beständig zugenommen, im Jahr 2011 sind über 30.000 Fischer in Bewirtschaftungszonen zusammengeschlossen. Die Fischer landen nahezu den gesamten zum Verzehr bestimmten Fang in Chile an, während hochwertige Arten gewöhnlich in den Export gehen. Die Fischer sind nach sogenannten »Caletas« organisiert, rund 440 kleinen Fischerhäfen, die sich auf privatem, Staats- oder Gemeindeland befinden. In einigen ländlichen Gebieten befinden sich diese Caletas in den Fischerdörfern selbst, in anderen leben die Fischer in einiger Entfernung zu den Häfen. Eine Caleta besteht normalerweise aus einem Pier und einer Bootswerft sowie Hütten oder Schuppen, in denen die Fischer 314 K  a p i t e l   I I I  — Commo n i n g  —  s o z i a l e   I n n o v a t i o n e n  w e l tw e i t übernachten, bzw. den Häusern der Fischer in ihrer Gemeinde. In vielen ländlichen Caletas gibt es keinen Strom, kein fließendes Wasser, keine Kanalisation und auch keine befestigten Straßen. Seit Inkrafttreten des neuen Fischereigesetzes müssen die Fischer an festgelegten Orten fischen, die Küste abzufahren ist nicht mehr erlaubt. Das ist eine Einschränkung, die vielen Fischern gegen den Strich geht. V o  n   R i  v a l i t  ä t   z u   k o  l l e k  t  i  v e m   H a n d e l n Die Beantragung von Fischereirechten für ein Managementgebiet ist müh

Place, publisher, year, edition, pages
Bielefeld: Verlag , 2012. 1-528 p.
Keyword [de]
Küstennahe commons, Chile, kompetente leiter, starke institutionen
National Category
Social Sciences
Identifiers
URN: urn:nbn:se:uu:diva-173756OAI: oai:DiVA.org:uu-173756DiVA: diva2:525049
Available from: 2012-05-04 Created: 2012-05-04

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Gallardo Fernández, Gloria L.

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