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Pojam genocida u pravu i nauci: jaz koji se širi?
Uppsala University, Disciplinary Domain of Humanities and Social Sciences, Faculty of Arts, The Hugo Valentin Centre. (Forskargruppen för Balkanstudier)
2013 (Serbian)In: Crimen [Časopis za krivične nauke/Journal for Criminal Justice, ISSN ISSN, 2217-219X., Vol. 4, no 1, 27-48 p.Article in journal (Refereed) Published
Abstract [sr]

Autor se u radu bavi različitim tumačenjima pojma genocida, prikazujući njegovo značenje prema Konvenciji o sprečavanju i kažnjavanju zločina genocida iz 1948. godine, kao i tumačenja u slučajevima koji su raspravljani pred Međunarodnim krivičnim tribunalom za bivšu Jugoslaviju, a koji se zasnivaju na finalnom izveštaju Šerifa Basiunija u kom je on razvio koncept „lokalnog genocida“, koji je, iako nema uporište u pomenutoj Konvenciji, postao osnovni izvor optužbi za genocide

Abstract [de]

DER BEGRIFF DES VÖLKERMORDES IN RECHT UND WISSENSCHAFT: EINE KLUFT DIE SICH WEITER AUSBREITET?ZUSAMMENFASSUNG

Der Autor dieser Abhandlung widmet sich der Frage nach der begrifflichen Bestimmung des Völkermords. In den Eingangsbemerkungen nimmt er Bezug zum Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und zur Haltung des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC) diesbezüglich. Im ersten Teil der Abhandlung führt er an die Ansätze des Begriffes Völkermord, das zum ersten Mal von Raphael Lemkin formuliert wurde, als auch der Definition aus der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes aus dem Jahre 1948. Versteht man unter diesem Begriff alles, angefangen von der Vertreibung von Minderheiten bis hin zum einzelnen Massakern fasst, bzw. geht man von einem breiten Verständnis aus, so verliert sein Konzept an Bedeutung und wird zur allgemeinen Metapher für das Böse.; mit anderen Worten: es devalviert. Hier ist nicht die Gewaltanwendung per se entscheidend, sondern die Tatsache, dass jemand bewusst Maßnahmen durchgeführt hat, um ein Volk gezielt zu zerstören.Im nächsten Abschnitt geht es um die Frage, ob in Bosnien ein Völkermord stattgefunden hat. Das Wesen der Kriegshandlungen und die Stufe der Gewalt lassen nicht darauf schließen, dass irgendein Teilnehmer im Sinne der Konvention die Absicht hatte, ein Volk zu zerstören. Die Anzahl der Toten, die niedriger ist, als bisher stets angeführt wurde und durch Gutachten (eines davon vom ICTY selber) belegt wurde, zeigt, dass das Ausmaß weit entfernt von dem ist, was man als Genozid ansehen kann und dass man sie mit anderen ethnisch motivierten Konflikten vergleichen sollte. Im weiteren Verlauf wird der 1994 vorgelegte Endbericht von M. Cherif Bassiouni, sein darin enthaltenes und die danach geführten Strafrechtsprozesse entscheidend beeinflussendes Konzept vom „lokalen Völkermord“ kritisch hinterfragt. Es wird gezeigt, dass im in Teilen sich selbst widersprechenden Bericht anstatt von Völkermord, eigentlich von ethnischer Säuberung die Rede. Das Verständnis von Völkermord seitens des ICTY darlegend wird gezeigt, dass durch die falsche Analogie mit Naziverbrechen ein Bild geschaffen wurde, in dem auf dem Balkan gewisse Gruppen stets als Opfer, andere Gruppen stets als Täter anzusehen sind. Das Resultat davon ist, dass keine der Gruppen die Legitimität des ICTY anerkennt und dass die Gerichtsverfahren offensichtlich nicht die erhoffte Versöhnung bringen werden. Im nächsten Abschnitt geht es um den Fall der serbischen Generals Radislav Krtic, der bisher als einziger wegen (Teilnahme am) Völkermord vom Haager Tribunal verurteilt wurde. Hierbei sind besonders die Auffassung von Schuld und die Auslegung von grundlegenden Aspekten der Konvention, insbesondere die Deutung des Begriff „Gruppe“, äußerst problematisch. Nach der Darstellung und kritischen Betrachtung der Fälle Sikirica und der Ereignisse in Prijedor und Srebrenica, bei welchen der Begriff des Völkermorder sehr vereinfacht aufgefasst wurde und Probleme bei der Behandlung zukünftiger Konflikte mit sich bringen wird, 48 CRIMEN (IV) 1/2013 • str. 27–48wird zusammefassend festgestellt, dass der in spezifischem politischen Klima entstandene, lückenhafte Bericht von Bassiouni und das darin enthaltene Konzept vom „lokalen Völkermord“ eine problembehaftete Deutung der Konvention darstellt, der erst die Anklagen für Völkermord möglich machte.Schlüsselwörter: Völkermord, Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes, Gruppe, lokaler Völkermord, ICTY.

Place, publisher, year, edition, pages
Beograd: Pravni fakultet Univerziteta u Beogradu i Institut za uporedno pravo iz Beograda u saradnji sa Kriminloškom sekcijom Srpskog udruženja za krivično pravnu teoriju i praksu [Faculty of Law, University of Belgrade: Institute for Comparative Law; in cooperation with the Section for Criminology of the Serbian Association for the Theory and Practice of Penal Law] , 2013. Vol. 4, no 1, 27-48 p.
Keyword [sr]
genocid, Konvencija o sprečavanju i kažnjavanju zločina genocida, grupa, lokalni genocid, Međunarodni krivični sud za bivšu Jugoslaviju
Keyword [de]
Schlüsselwörter: Völkermord, Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes, Gruppe, lokaler Völkermord, ICTY.
National Category
Humanities Social Sciences
Research subject
Jurisprudence; History; Peace and Conflict Research; Public International Law
Identifiers
URN: urn:nbn:se:uu:diva-213762OAI: oai:DiVA.org:uu-213762DiVA: diva2:685164
Note

Översättning till serbiska av [Kjell Magnusson] Genocide as a Concept in Law and Scholarship: A Widening Rift. s. 157-180 i

Festskrift till Anders Fogelklou. Red. Åke Frändberg, Stefan Hedlund, Torben Spaak.Iustus Förlag, Uppsala, 2008

Available from: 2014-01-09 Created: 2014-01-03 Last updated: 2014-01-09

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HumanitiesSocial Sciences

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